Dienstag, 27. September 2016

Mal wieder on Tour

oder auch "en el tour", wie wir "Neu"-Spanier zu sagen pflegen, auf der Suche nach einem neuen "Winterquartier".

Wuff, wuff Ihr Lieben. Heute will ich Euch berichten, wie wir unser neues Zuhause gefunden haben, was ich natürlich zu Beginn unserer Reise Anfang Juni 2016 nicht geahnt habe.

Irgendwie habe ich es ja gespürt, dass was Neues auf mich zukommt. In den letzten Tagen unseres Aufenthaltes in Florida haben meine Leute so merkwürdige "Räumarbeiten" vorgenommen und das Haus wurde immer leerer. Zum Schluss war es so richtig ungemütlich.

Im Sommer bemerkte ich dann, dass wir wieder verreisen wollen. Natürlich habe ich mich gefreut, denn ich fahre gerne Auto und liebe es, unterwegs zu sein. Meine Leute machen es mir im Auto stets recht gemütlich und ich darf viele neue Schnüffel"ecken" kennenlernen.
An dieser Stelle muss ich mal gestehen, dass ich ein "Geschwindigkeitsjunkie" bin und so richtig schön schlummern kann, wenn es auf die Autobahn geht.
Sobald es langsamer wird, muss ich natürlich schauen, was es draußen so zu sehen gibt.




Noch vor Tagesbeginn sind wir in Bayern losgefahren Richtung Österreich. Leider hat es lange Zeit geregnet. Durch Österreich sind wir Bundesstraßen gefahren, über Bregenz, vorbei an Lindau und dem Bodensee, der von den vorhergegangen langen Regentagen randvoll war.















Selbstverständlich habe ich sehr aufmerksam die Strecke studiert, hund will ja schließlich wissen, wo es lang geht ;-)
 
Hier sind wir in Hardt, Österreich, kurz vor der Grenze zur Schweiz. Das Wetter war immer noch sehr regnerisch. Und wenn es draußen nass ist, habe ich so gar keine Lust auf Spaziergänge. So habe ich mich auf eine kurze "Piesel-Pause" beschränkt.



Und dann noch einmal der Bodensee auf Schweizer Seite - das Wetter war immer noch nicht besser. Deshalb sind wir gleich auf die Autobahn Richtung Zürich gefahren.


Autobahn CH Richtung Zürich

Nun wurde auch das Wetter endlich besser und der Himmel zeigte sich in einem wunderschönen blau mit weißen Wolken.









In der Schweiz haben wir einen tollen Rastplatz gefunden, wo extra für Hunde ein schöner Rundgang angelegt war. Wow, da hatte ich eine Menge Nachrichten zu verarbeiten. Vor lauter Freude haben wir doch glatt vergessen, diesen Platz zu fotografieren und der Name fällt uns im Nachhinein leider auch nicht mehr ein.
Vielleicht finden wir ihn bei unserem nächsten Vorbeikommen wieder.
Autobahn Genf Richtung Frankreich
Grenzübergang Schweiz/Frankreich





Unterwegs hat Frauchen noch ein paar schöne Fotos  aus dem Auto heraus gemacht. In Arles/ Frankreich hatten wir ein Hotel gebucht.







Leider sind wir erst nach dem Dunkelwerden angekommen, so dass es auch von da keine Fotos gibt. Wir haben zwar am Abend, genau so wie am nächsten Morgen einen ausgiebigen Spaziergang gemacht, zum Fotografieren war es aber leider zu dunkel.











Autobahn Frankreich Richtung Spanien
Hier waren wir schon auf dem Weg nach Spanien. Wie Ihr seht, ist es noch sehr früh morgens.




Und dann sind wir endlich in Spanien angekommen. Die dicken Wolken waren nur ein kleines Aufbäumen der Natur. Danach hatten wir herrliches Wetter und die Autobahn gehörte und fast allein.





Schon einige Kilometer Richtung Süden geschafft

Unser Ziel war an diesem Tag Tabernas in Andalusien. Dort hatten wir eine Unterkunft vorgebucht. Ein kleines Hotel mit dem Namen Cortijo Oro Verde. https://www.facebook.com/cortijo.oroverde

Malerisch gelegen, aber sehr schwer zu finden. Nach einigem Suchen konnte uns ein Gastwirt insofern weiterhelfen, dass er dort angerufen hat und wir an einer verabredeten Stelle abgeholt wurden. Es war schon ein kleines Abenteuer und sehr spät in der Nacht, bis wir endlich angekommen sind. Dafür wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Sogar eine Kleinigkeit zu Essen gab es noch für meine Leute und natürlich auch für mich. Ein kleiner Geheimtipp sozusagen und absolut empfehlenswert. Am anderen Tag haben wir erst einmal ein paar Fotos von dem Weg dahin gemacht.

Na ja, ich hatte da so meine kleinen Probleme mit Max, dem zum Gästehaus gehörenden Hund. Der befand sich noch im Teenageralter und war mir persönlich ein bisschen zu aufdringlich. Ansonsten hat es mir aber auch ganz gut gefallen, denn das ganze Anwesen war mit einer Mauer umgeben, so dass ich frei herumlaufen konnte. Und die Leute waren einfach sowas von nett!
Das ist Max (Ich gebe zu, ein echt nettes Kerlchen)



Für die darauffolgenden zwei Tage hatten sich meine Leute vorgenommen, die Gegend kennenzulernen. Mir war es recht, ich habe eine Menge toller Schnüffelecken entdeckt und
Frauchen hat wie immer ein paar Fotos gemacht.
Jesusstatue auf einem Berg Nähe Cartagena





Nach diesem Wochenende waren die Tage für mich irgendwie etwas irritierend, denn wir haben ständig fremde Menschen getroffen und mit Ihnen fremde Häuser angeschaut. Über einige "decken wir den Mantel des Schweigens" haben meine Leute gesagt.  Ein paar Orte - wie z.B. Lubrin (Foto unten) - fanden wir sehr schön und malerisch. Leider sind wir in Lubrin mitten im Ort fast mit dem Auto stecken geblieben, da wir in eine Straße hineingeraten sind, die immer schmaler wurde. Herrchen fand das gar nicht lustig und hat so komische Dinge gesagt wie "der Ort kann gar nicht mehr so schön sein, dass er für mich nicht gestorben ist". Hmmmm - was er damit wohl gemeint hat?
Ich fand die von uns besichtigten Ortschaften eigentlich stets toll und das Erkunden derselben  hat mir ziemlich gut gefallen!


Am meisten hat uns allen die Landschaft fasziniert - aus unterschiedlichen Gründen, will mir scheinen - denn meine Begeisterung galt eher der "Bodenbeschaffenheit". Soooo viele fremde Gerüche, das braucht so seine Zeit, bis hund mit dem Erschnüffeln fertig ist. Gottseidank hatten meine Leute viel Verständnis und so haben wir auch ein paar schöne Spaziergänge in der Natur gemacht.






Manche Straßen waren so schmal, dass Frauchen einige Male gebetet hat, dass uns kein Auto entgegen kommt.
Ihr Wunsch wurde ihr erfüllt - besonders bei dieser Straße hier, die dazu auch noch 45 km durch die Berge führte.



In der Nähe von Tabernas gibt es eine wüstenähnliche Landschaft.
Als wir da durchfuhren, meinte Frauchen, dass das doch wohl
genau die richtig Landschaft sei, um Westernfilme zu drehen.




Und genau das wurde und wird dort wohl auch gemacht.
Wenn ich das richtig mitbekommen habe, sind sogar
einige weltberühmte darunter.






Die vielen Häuser, die wir uns in der Gegend angesehen haben, werde ich nicht dokumentieren. Es lohnt sich irgendwie nicht. Auf alle Fälle haben wir an einem dieser Tage dieses Haus angesehen. Es befindet sich in Zurgena - nicht sehr weit von Lubrin entfernt. UND - es hat uns gefallen. Frauchen berichtete in ihrem Blog bereits darüber.
In der folgenden Zeit sind wir noch des Öfteren hingefahren, um den Ort zu erkunden und Spazieren zu gehen. Also, ich fand's schon damals ziemlich ok.



 
Trotzdem haben wir uns auch noch die direkte Küstenregion (von unserem jetzigen Zuhause sind es etwa 20 Minuten bis zu Küste) angeschaut und auf dem Weg dorthin den einen oder anderen Zwischenstopp eingelegt. Immer nur Häuer anschauen, ist nicht wirklich lustig.









An einem Tag haben wir einen Ausflug nach Murcia gemacht. Das ist dann schon eine etwas größere Stadt. Murcia hat uns gut gefallen, ist einen Ausflug wert und schnüffeltechnisch gesehen sehr interessant.







Gassen von Murcia


Kathedrale in Murcia






Ein paar Tage verbrachten wir noch in einem kleinen Hostal in Garrucha. Das ist die kleine Küstenstadt, die von Zurgena aus in ca. 20 Minuten zu erreichen ist. Von da aus haben wir noch einige Male Zurgena besucht, bis wir uns endgültig für "unser Haus" entschieden haben. Mit der
Gewissheit, dass das genau so richtig ist, sind wir nach Bayern zurück gefahren.







Strand von Garrucha im Juni 2016 bei 38 Grad

Wuff, nun sind wir also wieder da und haben unser Haus bezogen. Es gefällt uns sehr gut. Wenn wir alles soweit her- und eingerichtet haben, wollen wir uns natürlich auch noch die anderen Regionen von Andalusien genauer anschauen.
Bis dahin ein herzliches wuff

Euer Rocky